Das Schwert ist 85 Zentimeter lang und stammt aus der Eisenzeit. Am Grund eines Sees in Schweden hat ein Mädchen einen Zufallsfund gemacht. Fast wäre die Entdeckung nie bekannt geworden. Saga Vanecek ist gerade mal acht Jahre alt und hat schon etwas sehr Besonderes gefunden. Vom Grund eines Sees inSchweden barg sie ein altes Schwert. Der Gegenstand aus dem Vidöstern See im Süden des Landes stammt aus der Eisenzeit. Zunächst schätzten Archäologen das Fundstück auf etwa 1000 Jahre, korrigierten die erste Angabe jedoch nach oben. 1500 Jahre alt soll es sein.
Damit fällt der Fund in die Zeit, bevor die Wikinger in Schweden aktiv waren. Deren Zeit reichte in Schweden von etwa 800 bis 1100 nach Christus. Das Schwert sei ungefähr 85 Zentimeter lang und außergewöhnlich gut erhalten. Die Scheide bestehe aus Holz und Leder, teilte das Jönköping Läns Museum mit, das den Fund untersucht hat. "So ein Fund ist wirklich rar", sagte Mitarbeiter Mikael Nordström.
Nur ein modriger Stock?
Der Vater des Mädchens dachte im ersten Moment, bei dem Fundstück handele es sich lediglich um einen modrigen Stock. Ein Freund wies ihn schließlich darauf hin, dass es sich um ein archäologisches Fundstück handeln könnte. Daraufhin kontaktierte die Familie das Museum. Wäre es anders gelaufen, läge das Schwert nun möglicherweise wieder am Grund des Sees. Dass das Mädchen das Relikt überhaupt entdeckt hat, liegt auch an dem im Sommer niedrigen Wasserstand im Vidöstern See. Das Mädchen habe nur etwa einen halben Meter tief tauchen müssen, berichtet das Museum. Noch ist unklar, wie das Schwert ins Wasser gelangte. Derzeit wird es im Museum aufgearbeitet. Die Archäologen wollen am Grund des Sees nun nach weiteren Gegenständen suchen, um den Fund besser einordnen zu können.
Im europäischen Mittelalter kam dem Hafen die Bedeutung eines Knotenpunktes zu, der nicht nur als Warenumschlag diente, sondern auch als Ort des Austausches für Ideen, Technologien und Weltbilder fungierte (transit points/ contact zones)1 Dabei ist die Spanne von dem, was unter einem Hafen verstanden wird, weit gefasst, und reicht von „Naturhäfen“ im Sinne geschützter Lagen bis hin zu komplexen Infrastrukturen in rechtlich definierten Gebieten – ein Hafen ist noch lange nicht gleich Hafen und die archäologische Überlieferung bedarf hier systematischer Auswertung und kritischer Kontextualisierung.
Das gilt umso mehr für Schleswig, dessen Gründung und Blütezeit nicht nur im Epochenübergang von Wikingerzeit (bis 1066) und Hochmittelalter liegt und dadurch nach einer Betrachtung jenseits von festgefahrenen Forschungsgrenzen verlangt, sondern dessen herausgehobene Rolle für Interaktionen im nordeuropäischen Raum früh umfangreich belegt ist. Bereits 1086 wird die Stadt als portus und locus celeberrimus, als Hafen und stark frequentierter Ort, beschrieben und Mitte des 12. Jahrhunderts mit dem Attribut „durch ihr Warensortiment glanzvoll dastehend“ charakterisiert. Darüber hinaus finden in Schleswig, das auch Bischofssitz und Königspfalz beherbergt, ab Mitte des 11. Jahrhunderts zahlreiche Treffen geistlicher und weltlicher Würdenträger statt2. Diese Ereignisse und ihre ökonomische Prosperität lassen sich zunächst vor dem Hintergrund der topographischen Gunstlage verstehen. Gegründet auf einer Halbinsel am inneren Ende der Schlei, befindet sich die Stadt nicht nur an der Grenze Dänemarks zum HRR, sondern auch an der engsten Stelle der Jütischen Halbinsel – nur 20 km Landweg trennt Schleswig von ihrem Nordseehafen Hollingstedt. Damit bestand eine exzeptionelle Ausgangslage für den wassergestützten Warenverkehr zwischen den Wirtschaftsräumen Nord- und Ostsee sowie Kontinent und Skandinavien.
Im Gegensatz zum Vorgänger Haithabu ist die archäologische Erforschung der Stadt vergleichsweise jung. Erst in den 1970er und 80er Jahren wurden im Altstadtgebiet zahlreiche Grabungen durchgeführt, bei denen man im ehemaligen Uferbereich auf tausende hervorragend erhaltene Holzbefunde stieß. Auch wenn die Bedeutung dieser sogenannten Hafengrabungen früh erkannt wurde, konnte ihre systematische Auswertung erst jüngst realisiert werden (Abb. 1)3.
Zu den ersten archäologisch erfassten Baumaßnahmen im Hafenviertel zählen in den 1070er Jahren am ehemaligen Ufer angelegte Parzellen sowie ein systematisches Wegenetz. Insgesamt konnten sechs Parzellen unterschiedlicher Größe identifiziert werden, von denen fünf parallel zueinander, im rechten Winkel zur Schlei, arrangiert und mit Flechtzäunen begrenzt waren. Vor den Parzellen verlief ein öffentlicher Weg mit erhöhter Lauffläche, der den Zugang zu den Parzellen auch bei hohen Wasserständen ermöglichte, während eine weitere, im rechten Winkel dazu angelegte Konstruktion, das Ufer mit der Innenstadt verband. Der Uferbereich der Altstadt wurde dadurch systematisch entwickelt.
Damit ist der Grundstein für eine knapp 25 Jahre andauernde Entwicklung gelegt, die in Umfang, Dynamik und Geschwindigkeit unter den vergleichbaren Plätzen Nordeuropas ihresgleichen sucht. Ab 1080 kommt es zunächst zu einer individuellen Verstärkung, Erhöhung und Bebauung der Uferparzellen. Doch bereits 1087 genügt dieser Platz nicht mehr und man beginnt, das Flachwasser vor der Altstadt systematisch mit Dammkonstruktionen zu erschließen. Diese Dämme bestehen aus u-förmig angeordneten, hölzernen Spundwänden, die lagig mit Reisig, Mist und Erde verfüllt sind und die Ordnung der Parzellen auch im Wasser weiterführen. Mehrfach auf über 50 m verlängert, okkupieren sie zu Beginn des 12. Jahrhunderts das gesamte Flachwasser vor der Altstadt auf einer Fläche von über einem Hektar. Nach der Fertigstellung werden diese Plattformen bis auf eine Ausnahme individuell mit Gebäuden, Pferchen und Werkplätzen bebaut (Abb. 2).
Abb. 2. Schleswig. Grabung Plessenstraße 83/3. Modell der Topographie des Hafenviertels um 1100. Orange und Rot kennzeichnen die privaten Areale der Parzellen bzw. Dämme, während die grünen Flächen die öffentlichen Bereiche, Wege und Marktplatz, markieren (Graphik: Felix Rösch).
Das Verständnis dieser speziellen Topographie ist komplex und eröffnet sich erst vor dem Hintergrund lokaler Veränderungen im Zusammenspiel mit den einschneidenden Entwicklungen des nordischen Mittelalters. So wurde Schleswig erst im Verlauf des 11. Jahrhunderts als Nachfolger von Haithabu auf der Altstadthalbinsel gegründet, die mit ca. 12 ha nur wenig Platz bot. Bereits in den 1080ern ist neue Standort vollständig erschlossen, wodurch die Baumaßnahmen in die Schlei ausgreifen müssen. Neben Prozessen, die sich mit Schlagworten wie Christianisierung, beginnende Territorialherrschaft und Urbanisierung umreißen lassen, war es vor allem die Professionalisierung des Fernhandels, die dem Hafenviertel ihren Stempel aufdrückte. Ist der Handel im Frühmittelalter vor allem eine Nebenerwerbstätigkeit, wird das Spektrum der Akteure ab dem 10. Jahrhundert zunehmend breiter und ihr Organisationsgrad höher. Am vorläufigen Ende dieser Entwicklung steht schließlich die Herausbildung einer unabhängigen, professionell agierenden Kaufmannschaft. Damit einher gingen technische Innovationen, die sich in spezialisierten Transportschiffen, zunächst Knorr und später Kogge4, und in veränderten Hafen- und Markttopographien äußerten. So wandelten sich die die saisonalen Ufermärkte zunächst zu Hafenmärkten, bei denen der Umschlag auf Landebrücken stattfand5, bevor sich das Fernhandelsgeschehen gänzlich in die Privathäuser der Kaufleute verlagerte und die Häfen weitestgehend auf die Abfertigung der Schiffe reduziert wurden (Abb. 3)6.
Abb. 3. Hafen- und Marktentwicklung in nordeuropäischen Hafenstädten während des Mittelalters (Graphik: Agnes Heitmann und Felix Rösch).
In der skizzierten Topographie des Schleswiger Hafenviertels wird die Weiterentwicklung und Optimierung des Handelsgeschehens deutlich.
Wie beim Vorgänger Haithabu bestand im Hafen noch ein Marktplatz am Wasser, der sich als unbebauter Damm doppelter Fläche im Befund äußerte, wo Öffentlichkeit Kontrolle und Sicherheit der Transaktionen garantierte und Raum für spontane Interaktion bestand. Bei den individuell bebauten Dämmen handelt es sich hingegen um Privatgrundstücke in den Fernhandel involvierter Akteure, die ihnen eine Reihe von Standortvorteilen brachten. So boten die Grundstücke Platz für die Einrichtungen eines Haushalts, fungierten als Hafenanlagen für Transportschiffe, stellten eine verkehrsgünstige angebundene Schnittstelle zwischen Land und Wasser dar und befanden sich nicht zuletzt in einer höchst attraktiven pole position, um Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern herzustellen (Abb. 4).
Abb. 4: Rekonstruktion des Hafenviertels um 1100 (Zeichnung: Ina Kirchhoff).
Damit beleuchtet die Untersuchung des Hafenviertels nicht nur Topographie, Dynamik und Praktiken einer bedeutenden Hafenstadt im Übergang von Wikingerzeit zur Hanse, sondern ist auch dazu angehalten, grundlegenden Prozesse des nordeuropäischen Hochmittelalters besser zu verstehen.
Empfohlene Zitierweise/Suggested Citation: Felix Rösch, Das Schleswiger Hafenviertel im Hochmittelalter. Entstehung – Entwicklung – Topographie, in: Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte 1 (2018), S. 174–178, https://mittelalter.hypotheses.org/12889.
1Vgl. Christer Westerdahl, The maritime cultural landscape, in: International Journal of Nautical Archaeology 21 (1992), S. 5–14. Kristin Ilves, Seaward Landward. Investigations on the archaeological source value of the landing site category in the Baltic Sea region (Södertörn Doctoral Dissertations 66) Uppsala 2012.
2Christian Radtke, Schleswig ca. 1000–1250. Systemtheoretische Skizze eines Urbanisierungsprofils, in: Zweiundvierzig. Festschrift für Michael Gebühr zum 65. Geburtstag, hrsg. von Stefan Burmeister, Heidrun Derks und Jasper von Richthofen (Internationale Archäologie – Studia honoraria 25), Rahden, Westfalen 2007, S. 317–338.
3Die Auswertungen wurden durch das von der VW-Stiftung geförderten Projekt (2012–2015) „Zwischen Wikingern und Hanse. Kontinuität und Wandel des zentralen Umschlagplatzes Haithabu/Schleswig im 11. Jahrhundert.“ ermöglicht.
4Anton Englert, Large Cargo Ships in Danish Water 1000-1250. Evidence of specialised merchant seafaring prior to the Hanseatic Period (Ships and Boats of the North Volume 7) Roskilde 2015.
5Sven Kalmring, Der Hafen von Haithabu (Die Ausgrabungen in Haithabu 14) Neumünster 2010.
6Detlef Ellmers, Die Verlagerung des Fernhandels vom öffentlichen Ufermarkt in die privaten Häuser der Kaufleute, in: Lübecker Schriften zur Archäologie und Kulturgeschichte 20 (1990), S. 101–108.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Forschungsschwerpunkte - Mittelalterliche Siedlungsprozesse - Urbanisierung Nordeuropas - Montanarchäologie - Maritime Archäologie - Unterwasserarchäologie
Was soll ich sagen: Eine interessante Ausstellung. Beleuchtet werden verschiedene Reformatoren und ihr Wirken im Südwesten Deutschlands, teilweise auch über die Grenzen hinaus. Die Texte sind gut verständlich und kurz genug um sie lesen zu wollen.
Es sind zwar wenige Exponate, die gezeigt werden, aber diese sind durchaus interessant und sehenswert. Abgerundet wird die Ausstellung durch nette museumspädagogische Angebote, wie ein Point-and-Click Computerspiel, in dem man z.B. einen Bauern spielt, der vor Gericht gestellt wurde, da er zu den "Aufrührern" gehört.
Neben dieser Sonderausstellung darf man im Zeughaus mit der Eintrittskarte auch in: Von Pulverdampf und Schlachtidyll
Eine Ausstellung über Porzellan aus der Frankenthaler Manufaktur
Meine Empfehlung: Mitnehmen. Ja, Porzellan, hui, haben wir alle schon mal gesehen. Aber wirklich spannend waren z.B. Musterbücher für die Porzellanbemalungen (Farben). Man sieht also auch mal außergewöhnliches, was nicht so häufig gezeigt wird.
Im Keller befindet sich dann noch eine kleine, aber sehr schön gemachte Antikenausstellung. Nichts spektakuläres, aber schöne Stücke.
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Direkt gegenüber im Museum Weltkulturen D5 finden sich zwei weitere, sehr schön gemachte Ausstellungen:
Die normale, neu eingerichtete archäologische Ausstellung und die Ägypten, Land der Unsterblichkeit
Archäologische Ausstellung:
Wunderbar gemacht, man geht zunächst durch eine künstliche Höhle (Steinzeit) und kommt nach und nach durch verschiedene Zeitabschnitte bis hin zu den Merowingern (wahnsinnig tolle Ausstellungsstücke). An vielen Stationen sind gut gemachte Bauten und Nachbildungen zu sehen. Achtung, leider nicht anzufassen, dazu später mehr.
Ägypten:
Wow, diese Ausstellung glänzt durch eine riesige Anzahl toller Stücke. Aber das besonderste: Tiermumien. Wusstet ihr, dass es Spitzmausmumien gibt?
Bei allem Licht ist auch irgendwo Schatten:
1) In den gesamten Museen gilt ABSOLUTES Fotografierverbot. Ja, nicht mal ohne Blitz. Auch nicht mit dem Handy. Ich finde das sehr traurig, denn gerade einige Stücke aus der Merowingerzeit hätten mich doch sehr gereizt (und die Spitzmausmumien!!!)
2) Die archäologische Dauerausstellung im D5 WIRKTE so, als ob sie speziell für Kinder zum mitmachen konzipiert gewesen wäre. Pustekuchen. Aber wäre schön gewesen.
An den meisten, frei zugänglichen, Nachbauten standen KEINE Schilder, dass man sie nicht berühren dürfe. Als zwei Kinder an der Steinbearbeitungsbaustelle (die Geweihe waren sogar an recht langen Ketten) "arbeiteten" kam eine freundliche Museumsmitarbeiterin und wies Eltern und Kinder höflich (ja wirklich) darauf hin, dass man nichts berühren dürfe. Ich gehe also davon aus, dass auch der Reibestein zum reiben von Korn zu Mehl eigentlich nicht zu benutzen war. Obwohl er vollkommen frei stand.
Schade, hier hat man eine Chance vertan Kinder wirklich mitzunehmen und zu begeistern. Und Hinweisschilder würden helfen. Es gab fast keine.
Und wegen Kritikpunkt 1) gibt es hier leider auch kein Foto, außer dem Museumsgebäude
On the pages of the Edinburgh University press we found an interesting link to Robert the Bruce's Italian physician, Maino De Mainieri This abstract was given and we will link the access to the full article below. Unfortunately the full article is not freely available: This article pieces together evidence from fourteenth-century Scottish royal records to identify one of the physicians to King Robert I as the Milanese Maino de Maineri (ca 1295–1368), regent master of the University of Paris and later court physician and astrologer to the Visconti rulers of Milan. The implications for the history of medicine in medieval Scotland are significant, suggesting that, at least at court level, Scots demanded and could afford and attract a high quality of medical treatment. Also emphasised are the strong links that existed between Scotland, Ireland and continental Europe, through the travels of physicians and the transmission of medical literature. Three fifteenth-century manuscripts of one of Maino's works are used as an example of just this type of transmission. The article urges a reevaluation of medical culture in medieval Scotland.
Maino De Maineri - Der Leibarzt von Robert the Bruce
Auf den Seiten der Edinburgh University Presse fanden wir eine interessante Artikel über zu Robert the Bruces italienischem Arzt Maino De Mainieri Diese Zusammenfassung ist aktuell frei erhältlich und wir werden den Zugang zum vollständigen Artikel unten verlinken. Leider ist der ganze Artikel nicht frei verfügbar: Dieser Artikel vereint Hinweise aus den schottischen königlichen Schriften des vierzehnten Jahrhunderts, um einen der Ärzte am Hof von König Robert I. den Mailänder Maino de Maineri (ca. 1295-1368), Regentenmeister der Universität Paris und später Hofarzt und Astrologe des Visconti-Herrscher von Mailand. Die Implikationen für die Geschichte der Medizin im mittelalterlichen Schottland sind bedeutsam, was darauf hindeutet, dass zumindest auf dem Adelsniveau, Schotten sich die höchste Qualität der medizinischen Behandlung leisten konnten. Ebenfalls hervorgehoben sind die starken Verbindungen zwischen Schottland, Irland und Kontinentaleuropa, durch die Reisen von Ärzten und die Übertragung von medizinischer Literatur. Drei Manuskripte des fünfzehnten Jahrhunderts eines der Werke von Maino werden als Beispiel für diese Art von Übertragung verwendet. Der Artikel drängt auf eine Neubewertung der medizinischen Kultur im mittelalterlichen Schottland. Links: The main article / der ursprüngliche Artikel Wikipedia Maino de Maineri
The Oxford's Ashmolean Museum, home to art and antiquities from around the world. Some people often find themselfs slipping down the stairs to the money gallery in its grand basement.
You can see coins from Rome, the Vikings, the Abbasid Caliphate and, closer to home, from medieval Oxfordshire and Somerset. But while it seems obvious that the money gallery would be full of coins, most money isn't in the form of coins at all.
The trouble is, as Felix Martin points out in his book, Money: The Unauthorised Biography, that most of our monetary history hasn't survived in a form that could grace a museum.
In fact, in 1834, the British government decided to destroy 600 years of precious monetary artefacts. It was a decision that was to have unfortunate consequences in more ways than one.
The artefacts in question were humble sticks of willow, about eight inches (20cm) long, called Exchequer tallies. The willow was harvested along the banks of the Thames, not far from the Palace of Westminster in central London.
Foils and stocks
Tallies were a way of recording debts with a system that was sublimely simple and effective.
The stick would contain a record of the debt, for example: "£9 4s 4d from Fulk Basset for the farm of Wycombe". Fulk Basset was a Bishop of London in the 13th Century. He owed his debt to King Henry III.
Now comes the elegant part. The stick would be split in half, down its length from one end to the other. The debtor would retain half, called the "foil". The creditor would retain the other half, called the "stock" - even today, British bankers use the word "stocks" to refer to debts of the British government. Because willow has a natural and distinctive grain, the two halves would match only each other.
Image copyrightAlamyImage caption Some of the old wooden tally sticks used by the UK Exchequer until 1826Of course, the Treasury could simply have kept a record of these transactions in a ledger somewhere. But the tally stick system enabled something radical to occur.
If you had a tally stock showing that Bishop Basset owed you £5, then unless you worried that he wasn't good for the money, the tally stock itself was worth close to £5 in its own right.
If you wanted to buy something, you might well find that the seller would be pleased to accept the tally stock as a safe and convenient form of payment.
So the tally sticks themselves became a kind of money, a particular sort of debt that could be traded freely, circulating from person to person until it utterly separated from Bishop Basset and a farm in Wycombe.
Deutsche Zusammenfassung - Das Kerbholz
Im Oxford Ashmolean Museum, Heimat von Kunst und Antiquitäten aus der ganzen Welt befindet sich ebenfalls ein Geldmuseum mit vielen Münzen , wobei das meiste Geld nicht in Form von Münzen überhaupt exestiert.Felix Martin weist in in seinem Buch, Geld: Die Unautorisierte Biographie,darauf hin, dass das meiste unserer Geldgeschichte nicht in einer Form überlebt habt, die es in ein Museum schaffenSo hat die britische Regierung bespielsweise im Jahr 1834, beschlossen, 600 Jahre kostbare monetäre Artefakte zu zerstören. Es war eine Entscheidung, die unglückliche Konsequenzen in mehr als einer Hinsicht haben sollte.Die fraglichen Artefakte waren bescheidene Stöcke von Weide, etwa acht Zoll (20cm) lang, genannt Exchequer tallies. Tallies war eine Möglichkeit, Schulden mit einem System aufzuzeichnen, das sublime, einfach und effektiv war. Der Stock enhielt eine Aufzeichnung der Schulden enthalten, zum Beispiel: "£ 9 4s 4d von Fulk Basset für die Farm von Wycombe". Fulk Basset war ein Bischof von London im 13. Jahrhundert. Der Schuldner: König Heinrich III.Der Stock wurde in der Hälfte geteilt, der Schuldner behielt die eine Hälfte, die "Folie" genannt wurde. Der Gläubiger behielt die andere Hälfte, die "Aktie" genannt wurde.
Weil Weide eine natürliche und unverwechselbare Maserung aufweist, passen die beiden Hälften nur entsprechen zueinander:
Einige der alten hölzernen Tallystöcke, die vom britischen Schatzamt bis 1826 verwendet wurden. (Bild copyright Alamy)
Natürlich hat das Schatzamt einfach eine Aufzeichnung dieser Transaktionen in einem Kontobuch gemacht, aber das Tally-Stick-System ermöglichte etwas radikales. Wenn eine Tally-Aktie zeigte, dass Bishop Basset £ 5 schuldete, war im Zweifelsfall die Tally-Aktie selbst in £ 5 in ihrem eigenen Recht wert.Wenn man etwas kaufen wolltet, akzeptierten Verkäufer gerne die Tally-Aktie als eine sichere und bequeme Form der Zahlung So wurden die Tally-Stöcke selbst zu einer Art Geld, eine besondere Art von Schulden, die frei gehandelt werden konnten und von Person zu Person zirkulierten, bis sie von Bischof Basset und einem Bauernhof in Wycombe völlig getrennt waren.
Als Kurzartikel möchte ich heute ein Buch vorstellen, welches ich gerade erst aus den Niederlanden geliefert bekommen habe.
"The golden age of Dordrecht 1350-1450" gibt einen fantastischen Überblick über die Fundlage und damit auch die Ausstattung eines Bürgers der Stadt Dordrecht im späten Mittelalter.
Gerade die guten Bedingungen für organische Erhaltung schließen hier Leder- und Holzfunde ein, welche das Bild vollständig abrunden.
Für jeden, der einen guten Überblick haben möchte, den Einstieg in diese Zeit sucht oder sich näher mit den Funden in Dordrecht beschäftigen möchte bietet dieses Buch einen sehr guten Start. Viele Funde werden gleichzeitig mittels Abbildungen in den Nutzungskontext gesetzt. Somit ist es sowohl für Anfänger, als auch Fortgeschrittene Darsteller gut geeignet.
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Today I want to write a book review as a short article. It's about a book which was just delivered from the netherlands today.
"The golden age of Dordrecht 1350-1450" gives a fantastic view on findings from Dordrecht and therefore on the equipment of a late-medieval citizen.
The very good conditions for conservation of organic materials, containing leather and wood, are completing this.
This book is a good starting point for everyone, who wants to have an overall view, a start into this period or just wants to engage with the findings from Dordrecht. Many objects are directly related to images, giving a context of how they have been used. Because of this, the book is useful for beginners, as well as for advanced Re-Enactors.
Eine der Grundaufgaben der IG MiM e.V. ist die Öffentlichkeitsarbeit und ehrenamtliche Auftritte.
Nach langer Ruhepause besuchten wir mal wieder die Grundschule St. Michael in Rodt, nahe Trier. Dort wird in jedem Jahrgang das Mittelalter als großes Thema in der 4. Klasse durchgenommen.
So trafen Thorsten und ich (Daniel) auf eine Klasse voller wissbegieriger und gut vorbereiteter Viertklässler. Auf die Frage, was die Kinder denn schon wissen, sprudelte es nur so aus ihnen heraus.
An verschiedenen Stationen haben wir Alltagsleben, gedeckte Tafel, Kleidung, Spiele, Materialien und vieles mehr gezeigt und erklärt. Eine kleine Hürde stellten dabei Kartoffel, Apfel, Banane und Zitrone dar, bei denen es ein paar Hürden bei der Zuordnung gab.
Aber schaut euch einfach die Bilder an.
One of the major functions of IG MiM e.V. is publicity and voluntary appearances. After a long brake we've had a visit at the primary school St. Michael in Rodt, nearby Trier.
There, the middle ages is a main topic of every 4th grade.
Thorsten and I (Daniel) met a class full of thirsty for knowledge and well prepared children. Asking them, what they allready know about middleages, we hardly could stop them talking.
At several stations we presented all day live, a set table, clothing, games, materials and much more to show and explain. A little tricky to sort out, what fits into the middle ages: A banana, an apple, a potatoe and a lemon.